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ZNE! Künstlerduo Folke Köbberling und Martin Kaltwasser initieren K R A F T W E R K im Rahmen des Kunstprojekts „Choreographie einer Landschaft“ im Bergpark Lohberg, Dinslaken

 
K R A F T W E R K
von Folke Köbberling und Martin Kaltwasser
im Rahmen des Kunstprojekts „Choreographie einer Landschaft“ im Bergpark Lohberg, Dinslaken

Liebe Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen,
hiermit laden wir Euch herzlich ein, beim Bau des KRAFTWERK tatkräftig mitzumachen:

Wir werden das zukunftsweisendste Kraftwerk der Welt in den nächsten Monaten bis Mai 2015 auf dem Gelände der ehemaligen Steinkohlezeche in Dinslaken-Lohberg am nordwestlichen Rand des Ruhrgebiets errichten. Aus dieser Zeche wurde im Jahre 2005 das letzte Stückchen Kohle gefördert. Gegenüber der alten Wohnkolonie Lohberg entsteht nun auf ehemaligem Zechengelände ein besonderes Experimentierareal, das Kreativquartier Lohberg, daneben der Bergpark Lohberg mit unserem speziellen künstlerischen Beitrag.
Wenn in vier Jahren das letzte Steinkohlebergwerk Deutschlands geschlossen wird, und danach alle hiesigen Kohlekraftwerke langsam ihren Geist aushauchen, werden wir vollends im postfossilen Energiezeitalter angekommen sein. Wie sich das anfühlen wird, nehmen wir im Bergpark Lohberg schon jetzt vorweg und erproben es dort mit dem KRAFTWERK. Zunächst von Februar bis Mai 2015 mit dem Bau und ab Sommer 2015 mit dessen Betrieb.

Mitbauen-Mitkonstruieren-Material spenden: Wir freuen uns über jegliche Unterstützung!

Mit dem Bergpark Lohberg entsteht auf der ehemaligen Zeche Lohberg ein neuer Landschaftspark für Dinslaken, verbunden mit dem ebenfalls neu entstehenden Kreativquartier Lohberg, bei dessen Entwicklung künstlerische Projekte eine tragende Rolle spielen. Im Rahmen des von Markus Ambach kuratierten Konzepts „Choreographie einer Landschaft“ wurden nach einem Werkstattverfahren durch einen Fachbeirat vier künstlerische Arbeiten ausgewählt, die nun realisiert werden darunter das KRAFTWERK.
In diesem Rahmen errichten wir, Folke Köbberling und Martin Kaltwasser, im Bergpark Lohberg nun unter Beteiligung der BewohnerInnen Lohbergs, Dinslakens und aller Neugierigen und Freiwilligen, die mitmachen wollen, ein Bauwerk, das zur neuen lokalen Kraftzentrale wird.
Diese wird allein mit Muskelkraft elektrische und mechanische Energie erzeugen.
Es ist eine experimentelle und praxisorientierte Auseinandersetzung mit dem elementaren Thema des Standortes. Das ehemalige Bergbau-Areal soll in Zukunft zum CO2-neutralen Standort werden. In diesem Sinne entsteht hier das Kraftwerk, das allein mit Muskelkraft gebaut und betrieben wird: Eine Einrichtung, die die Energieerzeugung nach der Ära der Nutzung fossiler Energieträger in ihrer ganzen Komplexität aufgreift und auf eine praktische, nutzbare, lokale Ebene bringt. Zunächst bauen wir einen Pavillon aus Recycling-Material, Holz und Fundmaterialien. Dieser wird anschließend mit umgebauten und selbstkonstruierten Fitnessgeräten bestückt, mit denen wir sowohl Strom als auch mechanische Energie gewinnen und nutzbringend weiterverwerten können. Die mechanische Energie wandert direkt in die Maschinen einer Selbstbauwerkstatt, die wir ebenfalls in den Pavillon integrieren. Der erzeugte Strom wird gespeichert und weiterverwertet für die hauseigene Technik, das Aufladen von IT-Geräten aller Gäste, für gemeinsame Videoabende und viele weitere Nutzungen, die wir erproben werden.
Das Kraftwerk wird das erste Plusplusplus-Energie-Haus in Nordrhein-Westfalen werden.

Habt Ihr Interesse, dieses neuartige Kraftwerk mitzubauen und mitzugestalten? Möchtet Ihr lernen, wie man mit Holz und Metall konstruiert, baut und gestaltet? Dann seid Ihr bei diesem Projekt genau richtig.
Möchtet Ihr Eure schon vorhandenen handwerklichen Kenntnisse einbringen?
Seid Ihr Architektin oder Architekt, Ingenieure, Architekturstudierende, Profis oder Auszubildende aus den Bereichen Handwerk, Metallbau, Mechanik, Elektrotechnik, Elektronik, Zweiradtechnik oder Elektrobastler, leidenschaftliche Tüftler, Energiesparer, Energiefachwirte oder einfach nur sportlich? Wollt ihr Eurem Abo im Fitnesscenter eine neue, noch nutzbringendere win-win-Komponente hinzufügen?

Lohberg und wir freuen uns über jede Verstärkung! Jede/Jeder kann mitmachen. Meldet Euch hier:
· Bauteam KRAFTWERK - Informationen:
· Yenai Marcos (01577/5853278)
· info@yenaimarcos.com
· martin.kaltwasser@gmx.de
Alle die interessiert sind, sind immer und ewig willkommen!

Kraftwerk, ein großzügig verglastes Holzbauwerk, aus gefundenem Recyclingmaterial, wird zum Gemeinschaftsprojekt der Menschen vor Ort werden. Unterstützt werden wir von Colin Tonks (UK), einem der Pioniere der pedalbetriebenen Energieerzeugungskultur. Auf diese Weise entsteht nicht nur ein Bauwerk, dessen späterer Nutzen von allen Akteuren vor Ort bestimmt wird, sondern auch ein Bewusstsein der Beteiligten für ihre eigenen Energien und innovativen Möglichkeiten, sich neue, bislang ungeahnte Lebensperspektiven zu schaffen.

Ob als Raum für sportliche, kulturelle oder soziale Aktivitäten – das Bauwerk mit eigener Energieversorgung soll später ökonomisch tragfähig von den Bürgern selbst organisiert und verwaltet werden: ein sich selbst betreibendes Kunstwerk also, das sich auch skulptural durch eine besondere Ästhetik im Park manifestiert.

Das KRAFTWERK ist Stadtentwicklung mit künstlerischen Mitteln. Aktuell sind wir dabei, weitere Baumaterialien in Dinslaken und Umgebung zu sammeln, insbesondere bei den Lohberger Bürgerinnen und Bürgern, mit denen wir auf diese Weise ins Gespräch kommen. So entsteht künstlerisches Bauteam, das aus Profis und Laien besteht. Das Projekt wird es auch Menschen, mit wenigen Berührungspunkten zu künstlerischen und baulichen Prozessen ermöglichen, im Machen zu lernen.
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Bau- und Konstruktionsmaterial gesucht:

Wir suchen folgendes Baumaterial für das Gebäude:
Bauholz (Balken, Latten, Bretter, Bohlen, Stützen)
Platten aus Holzmaterial (Tischlerplatten, OSB-Platten, Spanplatten, Sperrholzplatten, Siebdruckplatten)
Türblätter, Türzargen, Türrahmen, Fenster mit Isolierglas
Dachpappe, Wellblech, Wellkunststoff
Regenrinnen, Regenrohre, Halterungen, Drainagerohre
Schrauben, Nägel, Winkel, Beschläge, Gewindestangen
Dämmmaterial: Steinwolle, Glaswolle

Wir suchen folgende Konstruktionsmaterialien für die Kraftwerkstechnologie:
Alte Fahrräder
Fahrradschrott, Fahrradteile, Fahrradräder, Fahrradnaben
Nabendynamos, Fahrradketten, Vorderradgabeln
Metallkleinteile: Schrauben, Gewindestangen, Winkel,
Lichtmaschinen aus Autos, Wechselrichter
Kabel, Autobatterien, Voltanzeigen


Vielen Dank für Eure Hilfe!

Martin Kaltwasser und Folke Köbberling
und Yenai Marcos


Links zum KRAFTWERK:
http://www.choreographieeinerlandschaft.de
http://www.kreativ.quartier-lohberg.de/de/erholen/kunst_im_bergpark.php
http://www.kreativ.quartier-lohberg.de/de/erholen/kuenstler/kaltwasser.php
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-dinslaken-huenxe-und-voerde/ein-kunst-kraftwerk-fuer-lohberg-id10007054.html


Das KRAFTWERK und der Bergpark Lohberg werden gefördert durch:
RAG Montan Immobilien GmbH, Stadt Dinslaken, Ziel2. NRW, Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur-und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Europäische Union – Europäischer Fonds für regionale Entwicklung, Markus Ambach Projekte, Urbane Künste Ruhr.

Von 








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Die 16. Ausstellungsstation von ZNE! in Valparaíso ist vom chilenischen Kreis der Kunstkritiker*innen zur besten Internationalen Ausstellung des Jahres 2017 in Chile gekürt worden.

Diese Station wurde vom 10.6.17 – 12.8.17 im Parque Cultural de Valparaíso gezeigt und ermöglicht von Heinrich Böll Stiftung Cono Sur, Institute for Advanced Sustainability Studies IASS, Potsdam und Goethe-Institute Chile.

ZNE! dankt allen Künstler*innen, Partner*innen, Techniker*innen und Helfer*innen, die das hier möglich gemacht haben.

Hier geht es zu den Fotos der Ausstellung.


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Stimmen für einen Fonds Ästhetik und Nachhaltigkeit als Forderung an Bundesregierung und Bundestag u.a. von Prof. Dr. Klaus Töpfer, Prof. Dr. Gesine Schwan, Prof. Dr. Patrizia Nanz, Olafur Eliasson, Dr. Wilhelm Krull, Dr. Michael Otto und Amelie Deuflhard.


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