Richard Box

Richard Box

Field
2004, 1.301 fluoreszierende
Lampen

Field ist inspiriert von Kindheitserzählungen eines Freundes, der immer unter Hochspannungsleitungen in seinem Garten spielte. Diese Geschichten kamen mir in den Sinn, als ich mich am Physikinstitut der Bristol University, wo ich 2003 vom Leverhulme Trust gesponsorter Artist-in-Residence war, mit Forschungen über Konsequenzen von Strahlungen auf den Menschen beschäftigte. Für die Installation Field wurden 1 301 gebrauchte 58-Watt-Leuchtröhren in gleichmäßigen Abständen 100 Millimeter tief in die Erde gesteckt. Sie bedeckten ein Gebiet von 3 600 Quadratmetern unter einer 440-Kilovolt-Hochspannungsleitung in Tormarton, Gloucestershire, in Großbritannien. In der Abenddämmerung wurden sie sichtbar, weil das elektromagnetische Feld aus den darüberliegenden Stromleitungen die Röhren zum Leuchten brachte. Field verwendete einen Alltagsgegenstand aus Glas, um ein höchst interaktives Kunstwerk zu schaffen, das auf vielen verschiedenen Ebenen funktionierte. Die Arbeit machte ziemlich dramatisch auf die Anwesenheit elektromagnetischer Felder aufmerksam, indem sie das Unsichtbare sichtbar machte. Die Rasteranordnung der Leuchten kartierte die von den Hochspannungsleitungen ausgehende elektromagnetische Umweltverschmutzung. Dass sie alle auf selber Höhe und mit gleichem Abstand voneinander platziert waren, bedeutet, dass sie alle die gleiche Möglichkeit zu Leuchten hatten. Wenn Menschen in der Nähe waren, so beeinflussten diese das Leuchten. Wenn man über einer gepflanzten Leuchtröhre stand, entzog der eigene Kopf der Leuchte elektromagnetische Energie. Die unterschiedlichen Experimente, die sich Besucher*innen der Installation ausdachten und mir dann berichteten, sind zu zahlreich, um sie hier aufzulisten; in jedem Fall haben die 4000 Besucher*innen der Installation eine hohe Sensibilität für in unserer Umwelt vorhandenen elektromagnetischen Felder mitgenommen.








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Aufgrund des COVID-19-Virus bleibt unser kleines ZNE!-Büro in Berlin geschlossen, und wir arbeiten von zu Hause aus.
Wie viele andere Künstler*innen, Kreative und Freiberufler*innen hat uns diese Corona-Krise hart getroffen.
Wir hatten gehofft, in diesem Frühjahr einen Newsletter versenden zu können, der Euch über unsere 19. Station in Lissabon informiert, die am 19. Juni 2020 in Carpintarias São Lázaro eröffnet werden sollte.
Jetzt, mit all den Absagen und der Schließung des Kulturlebens, versuchen wir, die Veranstaltung zu verschieben und dafür zu sorgen, dass ZUR NACHAHMUNG EMPFOHLEN! noch Teil des Programms der Grünen Hauptstadt Lissabon 2020 ist.

Hier könnt Ihr die Petition für ein

Bedingungsloses Grundeinkommen

unterzeichnen.

Bleibt gesund!

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